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Die Guttenbergs, ein Familienunternehmen

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Die Gattin des Freiherrn hat in weiser Vorsehung schon im letzten Jahr versucht, so etwas wie den jetzigen Skandal zu verhindern. In der RTL2 Sendung „Tatort Internet“ jagte sie publikumswirksam Kinderschänder. Dabei stört nicht am meisten, dass das Format nahtlos aus den USA übernommen wurde.
Am schlimmsten ist, dass Stephanie von Guttenberg sich in der Sendung, wie auch mit dem dubiosen Verein „innocense in Danger“ dem sie angehört, für die Vorratsdatenspeicherung und für eine Zensur des Internet einsetzt.
Ineressanter Weise stützten sie schon damals genau die Medien, die heute aus der Plagiatsgeschichte ihres Mannes eine Lappalie zaubern wollen.
Gut, diese Medien sind nicht ernst zu nehmen, aber wirken tun sie doch. Ernst zu nehmende Medien beschäftigen sich mit dem Paar auf ganz andere Weise.

Wäre Frau zu G. damals mit ihren Angriffen auf eine freie Gesellschaft durch gekommen, hätten Seiten wie diese, auf denen Menschen, darunter viele Wissenschaftler-Innen, die Dissertation ihres Mannes analysierten, gesperrt werden oder vom Netz genommen werden können.
Der Demokratie wäre damit ein Bärendienst erwiesen. Es wäre weiterhin viel leichter möglich, Dinge zu vertuschen oder sie einem universitären „Inner Circle“ zu überlassen, auf den man dann blind vertrauen müsste.
So kann sich jeder selbst ein Bild machen oder auch mit arbeiten. Das schließt eine zusätzliche Prüfung durch die universitären Gremien nicht aus, doch man muß sich nicht mehr allein auf sie verlassen. Eine Entwicklung der Menschen, hin zu selbstbestimmten Bürgern, scheint aber vielen ein Dorn im Auge zu sein.

Jedenfalls steht fest, dass Herr und Frau zu G. Hand in Hand für eine Sache arbeiten.

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Written by commulog

22. Februar 2011 um 18:22

Eine Antwort

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  1. […] Diesen Status Quo auf lange Sicht aufrechterhalten zu können, wird Dr. Guttenberg und seine Getreuen jedoch noch viel Kraft kosten. In der Plagiatsaffäre hat das Internet als transparentes Arbeitsmittel wieder einmal seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Plagiierte Stellen wurden von vielen Menschen, darunter auch Wissenschaftler akribisch aus der Dissertation heraus gearbeitet. In der aktuellen Stunde des Bundestages am heutigen Nachmittag, versuchte Dr. zu Guttenberg die Bedeutung dieser Tatsache klein zu reden und als nicht ernst zu nehme hin zu stellen. Er warte erst auf das Ergebnis der Universität Bayreuth hat er gesagt. Der allerdings hat er mit seinem o.g. Verhalten vorher jede Kompetenz abgesprochen. Er hat sich durch sein Verhalten über sie gestellt. Nun will er alles drehen und ihr die wieder die Kompetenz zusprechen, die er vorher verletzt hat und es immer noch tut (Rückgabe des Doktorgrades!). Fast könnte man glauben, der Mann sei allmächtig. Vielleicht ist es das, was ihn, wenn man den Umfragen (Es gibt auch andere Meinungen zum Thema) glauben will, so beliebt macht. Um das Engagement von Menschen im Internet dauerhaft und wirksam zu unterbinden, braucht es eine Zensur. Dafür setzt sich Frau zu Guttenberg schon lange ein. […]


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