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Seine Hochgeboren dankt ab

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In einer bewegenden Rede hat Herr zu Guttenberg heute vormittag medienwirksam seinen Rücktritt als Minister bekannt gegeben.

Er sendete einige Vorwürfe an die Adresse der Medien und spielte die toten SoldatInnen in Afghanistan wiederholt gegen seine Plagiatsffäre aus. Nach dem Motto, angesichts des Tötens in Afghanistan ist die Plagiatsaffäre lediglich eine Randnotiz wert.

Es ist bemerkenswert, wie die Inszenierung bis zum Schluß an ein Heldenepos erinnert. Hoch erhobenen Hauptes verlässt der geschlagene Held die Bühne.

Dafür, dass die Sache von den Medien so hochgekocht wurde, trägt Herr zu Guttenberg selbst die Verantwortung. Er hätte früher zurück treten sollen. Dann wären die Medien wohl auch zu anderen Themen zurück gekehrt.

Zwei unterschiedliche Dinge wie die Plagiatsaffäre und die Getöteten in Afghansistan in einen solchen Zusammenhang zu bringen empfinde ich als unmoralisch und gleicht einem Nachtreten des Ex-Ministers. Er sebst steht noch immer mit weißer Weste da.

Dabei ist das Plagiat ja kein Weltuntergang, ebenso wenig wie ein Ladendiebstahl. Aber einen riesigen Apparat in Bewegung zu setzen um dies nicht zugeben zu müssen, hat die Sache erst so wichtig gemacht.

Dabei sind Dinge zu Tage getreten, die wesentlich schlimmer sind als ein Plagiat. Nämlich dass der Universität Bayreuth von den Rhön-Kliniken Geld (ca. 750.00 €) gezahlt wurde. Welche Rolle spielte die CDU bei der Begünstigung der Uni Bayreuth? All diese Zweifel stehen nun im Raum. Dadurch bekommt der ganze Fall eine Tragweite, die weit über ein Plagiat bei einer wissenschaftlichen Arbeit hinaus geht.

Die Frage, die sich nun viele Menschen stellen ist, wird jemand, der über Geld und Macht verfügt, dermaßen bevorzugt behandelt.

Diesen Zweifel hat Herr zu Guttenberg auch durch seinen Rücktritt leider nicht ausräumen können.

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Written by commulog

1. März 2011 um 12:42

Veröffentlicht in Guttenberg, Plagiat

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