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Infos zum Neoliberalismus in Deutschland

Deutsche Atomkraftwerke sind sicher, weil sie noch laufen

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…sonst wären sie ja unsicher. Zu diesem Zirkelschluss versteigt sich im ARD-Brennpunkt von gestern die Bundessprechblase Angela Merkel (2:07 bis 2:26). Auch interessant (6:50 bis 7:00). Für Merkel geht es nur um die Sicherheit für „heute und morgen“ was dann ist interessiert sie nicht.
Merken die Leute in Deutschland wirklich nicht mehr, dass hier unzurechnungsfähige und damit gemein gefährliche Politiker Entscheidungen treffen? Oder ist die Resignation so groß geworden, dass sich niemand mehr aufraffen kann?
Ohne Probleme könnten die ältesten Reaktoren in Deutschland schon heute für immer still gelgegt werden. Brunsbüttel und Krümmel produzieren seit 2007 keinen Strom. Trotzdem exportiert Deutschland Strom ins Ausland. Biblis stand lange still ohne Probleme in der Stromversorgung. Diese Pannenreaktoren sollen jedoch alle wieder ans Netz gehen, damit die Stromkonzerne mehr Gewinne machen können.
Hätte die schwarzgelbe Bundesregierung nicht wesentliche Dinge im EEG geändert, wie z.B. die Solarförderung gekürzt, wäre der Ausbau der dezentralen Solarenergie in Deutschland auch nicht gebremst worden und man könnte schnell weitere AKW abschalten. Ja ich höre schon die Apologeten der Kernenergie, die Grundlast, die Grundlast. Diese wäre mit dezentralen Blockheizkraftwerken auf Erdgasbasis aufzufangen. Zumindest so lange, bis ausreichende Speichermöglichkeiten für Strom aus unsteter Wind- und Solarkraft bestehen. Die Durchleitung von Windstrom durch die Netze wird von den Konzernen behindert, mit der Argumentation, dass die „Grundlast“ (Atom und Kohle) Vorrang hat. Technisch verständlich, aber ist es dann nicht eher so, dass Kohle- und Atomstrom die Erneuerbaren behindern? Wieso müssen tausende Windräder abschalten. Die könnten gut genutzt werden um z.B. Wasserstoff zu produzieren. Es gibt so viele Möglichkeiten, von denen Hermann Scheer in seinem sehr lesenswerten Buch „Der energethische Imperativ“ berichtet. Diese Möglichkeiten werden nur aus einem Grund nicht genutzt. Die großen vier Energiekonzerne wollen die bestehenden Verhältnisse beibehalten. Eine zentralisierte Stromversorgung in ihren Händen ist für sie die Garantie, dass die Verbraucher von ihnen abhängig bleiben und sie in Zukunft auch ihre unermesslichen Profite machen können. Deswegen wird auch nun das „Desertec-Projekt“ massiv beworben. Einerseits erkennen die Konzerne (Energiekonzerne, Banken, Versicherungen) die Notwendigkeit einer Abkehr von fossilen und nuklearen Energieträgern, andererseits hätten sie mit diesem weitgehend zentralen Riesenprojekt weiterhin die Stromerzeugung Europas in der Hand. Es ist von deren Seite und auch von der von ihnen gekauften Politik nicht erwünscht, dass VerbraucherInnen unabhängig werden. So einfach ist das.
Wer sich umfassend über neue, bessere Möglichkeiten ein Bild machen möchte, kann sich z.B. bei EUROSOLAR informieren. Den Stromanbieter jetzt zu wechseln, ist auch ein deutliches Zeichen und ein Ausdruck des eigenen Willens. Besonders empfehlenswert sind die Energiewerke Schönau, da diese viel für den kleinräumigen Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland tun.
Übrigens lief Fukushima auch nur noch aufgrund einer Laufzeitverlängerung auf Drängen der Atomlobby.

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Written by commulog

14. März 2011 um 11:54

Veröffentlicht in Atomenergie, CDU, CSU, Neoliberalismus

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