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Infos zum Neoliberalismus in Deutschland

Archive for the ‘Enteignung’ Category

Dem Reichtum in den Schoß gefallen

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Dafür dass Karl T. zu Guttenberg dem Reichtum in den Schoß gefallen ist, kann er ja nichts. Dass er jedoch jetzt diesen Reichtum einsetzt um teure Anwälte zu bezahlen und „berlusconesk“ eine Amnestie zu erwirken ist schon eher eine Geschichte wert.
Der Mann, der vor einigen Wochen als Lackaffe und Blender enttarnt vom Volke und einer fleißigen Internetgemeinde aus dem Amt zurückgetreten wurde, in die sicher nicht leichte Position „eines Sohnes reicher Eltern“ (heul), versucht nun die Universität Buyreuth daran zu hindern, dass sie den Untersuchungsbericht zur Plagiatsaffäre um die Dokotarbeitsattrappe des Freiherrn in Gänze veröffentlicht. Darin würde stehen, dass er mit ABSICHT getäuscht hat. Und das obwohl er, als er noch im Amt des Verteidigungsminister herumgeisterte, seine Mitarbeit an der Aufklärung der Vorwürfe zusagte.
Das ist nicht nur verräterisch und dreist, es zeugt von einem Charakter mit einem hohen betrügerischen Potenzial. Gut, dass wenigstens ein Vertreter dieses Schlages bis auf Weiteres von der Politik ferngehalten wird. Ihm sollten viele weitere folgen. Eine Wunschkandiatin vieler BewohnerInnen Deutschlands ist Bundeskanzlerin Angela Merkel und eigentlich die gesamte Regierungsriege plus Hintermännern und -frauen.

Es bedarf des demokratischen Regiments, damit Arme eine Zuflucht und Reiche einen Zügel haben.

schrieb der Grieche Thukydides vor 2400 Jahren

Diese Einsicht ist leider unterwegs verloren gegangen. Die Möglichkeiten des Internet jedoch bringen uns einer solchen Möglichkeit wie Thukydides sie beschrieb wieder näher.

Hoffentlich zeigt sie sich auch dann, wenn uns die Stromkonzerne mit den Problemen und Kosten für die Endlagerung ihres Jahrtausende lang strahlenden Mülls sitzen lassen.
Sie müssen jetzt zur Kasse gebeten werden und zwar gnadenlos.
Sie sollen mit ihrem gesamten Vermögen und dem Privatvermögen der Manager dafür haften, was sie durch jahrzehntelange Ignoranz angerichtet haben. Die Möglichkeiten schnell auf regenerative Energieformen um zusteigen gab es schon in den 90er Jahren. Die Konzerne und auch die Politik haben sie nicht ergriffen obwohl der Rückhalt für einen Ausstieg in der Bevölkerung sehr groß war und immer noch ist. Solch böse alte Männer wie z.B. Wolfgang Clement (ehemals SPD), der als Atom- und Kohlelobyist seit Jahren die Menschen in diesem Land verrät, verkauft und in Geiselhaft hält, brauchen wir hier wirklich nicht. Sie sollen den Platz frei machen für wirklich zukunftsfähige Gedanken und Handlungen.
Die größte Frechheit ist, dass wir nun wieder hören, dass für uns der Strom dadurch teurer werden wird. Das ist eine dreiste Lüge und lässt sich unter anderem damit erklären, dass noch für Jahrhunderte viele Milliarden dafür eingesetzt werden müssen, für den Irrweg der Kernenergie in Form von (End)Lagerung zu bezahlen.

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10. April 2011 at 23:54

RWE Chef Grossmann will Deutsche erpressen

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In diesem Artikel der Zeit-Online offenbart RWE Chef Großmann einmal mehr seine hässliche Fratze. Er droht damit, dasss ein Ausstieg aus der Atomenergie Deutschland teuer zu stehen komme.

Dieser Mann ist so eiskalt, dass er versucht, nun auf dem Rücken von Millionen von Opfern in Japan eine Kampagne zu fahren, die von vornherein falsch ist. Vielleicht kommt der Ausstieg die Energiekonzerne teuer zu stehen, weil sie in Zukunft auf die fnatastischen Gewinne aus der Atomenergie verzichten müsse. Nun aber zu behaupten, dass es die Versorgungssicherheit gefährdet sei, widerspricht sogar den neuesten Aussagen des sehr atomfreundlkichen Wirtschaftsministers Brüderle. Das ist reine Erpressung. RWE möchte die deutsche Bevölkerung für die Einbußen aufkommen lassen. Was bei den Banken noch funktionierte, wird nun nicht mehr gehen. Herr Grossmann hat nämlich übersehen, dass er die Macht schon längst verloren hat, in deren Besitz er sich noch wähnt.

Jahrzehntelang haben die vier großen Stromkonzerne den Ausbau und die Förderung der Umstellung der Erneuerbaren blockiert und behindert. Und nun so etwas. Ich kann meine Abscheu über solche Menschen leider nicht adäquat ausdrücken.

Wenn die noch amtierende Regierung nun den Fehler macht, auch nur ein Zugeständnis an die Stromkonzerne zu machen, hat sie verspielt. Die haben uns zuerst in diese furchtbare Situation gebracht und wollen nun auch noch Kapital daraus schlagen. „Todesser“ Groß- oder Ackermann und Co. und wie ihr alle heißt. Verschwindet für immer.

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15. März 2011 at 14:57

Veröffentlicht in Atomenergie, CDU, CSU, Enteignung, Neoliberalismus

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Doktor Copyleft Guttenberg

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Mittlerweile wurden auf 61% aller Seiten der Doktorarbeit von K. T. Guttenberg Plagiate gefunden. Und das nachdem er die Vorwürfe zuerst als abstrus bezeichnet hat und gestern folgende Erklärung abgab.
Die kognitive Dissonanz, die sich daraufhin einstellt, wird wohl so leicht nicht zu überbrücken sein.
Wenn man dann Sätze aus der Erklärung liest wie:

Sie ist über etwa sieben Jahre neben meiner Berufsabgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden

Kann man sich vorstellen, wie Herr zu Guttenberg mit eingeklemmeter Zunge, mühevoll Textpassagen mit der Maus markiert, sie mit STRG+C kopiert und dann mit STRG+V in seine Arbeit einfügt. Das ist wirklich sehr mühsam bei 400 Seiten Text und wir sollten das würdigen.

Nun wird aber offenbar, was eigentlich jeder von Anfang an sehen konnte, der oder die sich nicht vom Sog des Medienhypes um die Person mitreissen liessen.
Schon als er Wirtschaftminister wurde, berichtete das Magazin Zapp über Ungereimtheiten in seiner Vita, die von den meisten Medien gehorsam verbreitet wurden.
Auch das Magazin Panorama berichtete im Februar 2009 darüber.
Besonders auffällig ist das Augenblinzeln des Ministers während er seinen Werdegang erzählt, das jedem Psychologen sofort verrät, dass der Mann nicht die Wahrheit sagt. Vielleicht ist es aber auch nur das grelle Scheinwerferlicht der Kameras ausgelöst worden.

Mein Vorschlag wäre, dem Guttenberg seinen Doktortitel zu belassen, jedoch den Zusatz „Copyleft“ hinzu zu fügen. Dann wäre es jedem Menschen möglich, die von ihm „zusammengestellte“ Doktorarbeit durch hinzufügen oder hinein kopieren einiger zusätzlicher Passagen, als eigene Doktorarbeit auszugeben. Natürlich hätte dann jede/R das Recht, die Arbeit weiter zu verwenden.
Damit hätten am Ende alle Menschen in Deutschland, oder auch sonstwo ihren verdienten

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19. Februar 2011 at 17:09

Veröffentlicht in Copyleft, CSU, Enteignung

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Wozu dient die Finanzkrise?

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Das was gerade stattfindet wird Krise genannt. In Wirklichkeit handelt es sich aber um zielgerichtetes Handeln und um eine Konsolidierung auf einem höheren Niveau. Es werden weniger Banken übrigbleiben und die Nationalstaaten sind hinterher durch ihre „Rettungspakete“ so hoch verschuldet, dass dies wieder als Argument gebraucht werden wird, auch den Rest an Eigentum in Bürgerhand (Bahn, Infrastruktur, Wasser usw.) zu privatisieren. Die sogenannten Experten (Fälschungen gibt es nur dort, wo es auch Experten gibt!) beschwören schon jetzt den kommenden Konjunktureinbruch und nutzen das als neues Argument für die Bekräftigung ihrer alten Forderungen, nach Lohnkürzungen, Kürzungen von Sozialleistungen. Wie gesagt, unser Wirtschaftssystem beruht auf einer Heilslehre. Das ist auch gut zu erkennen, wenn man Frau Merkel, Herrn Steinbrück und den Experten genau zuhört. Sie sondern lediglich Glaubensbekenntnissen ab, die nicht bewiesen sind und sich auch nicht beweisen lassen, aber als Grundlage für konkrete Handlungen dienen.

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20. Oktober 2008 at 08:38

Kontrolle über die Produktionsmittel. Hackerparagraph § 202 c StGB

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Hinter der Kriminalisierung des Besitzes von Programmen, die dazu geeignet sind in Sicherheitslücken von Computersystemen einzudringen, steckt mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. In Wirklichkeit geht es dabei nämlich nicht um Sicherheit sondern um Profit. Hier eignet sich eine kleine Gruppe Produktionsmittel an und schließt die Allgemeinheit von deren Besitz und deren Verwendung aus.
Das ist so, als würde ich den Besitz und den Gebrauch von Hämmern kriminalisieren. Wer dann noch einen Nagel einschlagen möchte, kann gegen teures Geld ein Unternehmen damit beauftragen, dass die Lizenz zum hämmern besitzt. Das bedeutet für mich eine große Einschränkung, weil sich nun das Produktionsmittel „Hammer“ in den Händen von wenigen befindet, die ich für den Einsatz des ehemals allgemein zugänglichen Produktionsmittels bezahlen muß.
Anfang und Mitte der neunziger Jahre träumten viele den Traum mithilfe von Computern kreativ zu sein und Dinge zu produzieren, für die man bisher wesentlich größere Anlagen und teurere Geräte benötigte. Das Internet wurde als neue Möglichkeit zur grenzenlosen Freiheit empfunden. Ich meine grenzenlos im Sinne von örtlich ungebunden.
Herr Schäuble hat das Wesen des Internets anscheinend überhaupt nicht verstanden, da er es ja für ein „große Telefonanlage“ hält. Und etwas in einem Land zu verbieten macht auf dem Hintergrund von weltweiter Vernetzung überhaupt keinen Sinn. Wenn Hackerprogramme in Deutschland verboten sind, wird mein Computer eben aus anderen Ländern angegriffen, ich kann mich nur nicht mehr durch eigene Tests mit diesen Programmen an meinem System davor schützen. Ich glaube ja, dass Herrr Schäuble das Internet gerne zu einem großen „Volksempfänger“ umbauen möchte, aus dem dann ständig Propaganda und Werbebotschaften auf uns alle einprasseln.
Mit dem Verbot der sogenannten „Hackerprogramme“ wird die Sicherheit aus den Händen der Allgemeinheit genommen. Ab nun muß sich jeder auf die gut bezahlte Sicherheitsindustrie verlassen, die uns gegen jährliches Schutzgeld Virenschutz (Tropfen) und Firewalls (Wässerchen) verkauft. Politik und Unternehmen arbeiten also Hand in Hand. Es wird sich in den nächsten Jahren herausstellen, dass mit diesem Verbot der Sicherheit ein Bärendienst erwiesen wurde. Dann wird wieder nach einer härteren Gangart verlangt und so weiter. Wir kennen das ja aus vielen anderen Bereichen. Es sollen halt nur wenige von den vielen profitieren so war es, so ist es und so wird es wohl noch lange bleiben.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in absehbarer Zeit Sondergenehmigungen zum Einsatz von o.g. Programmen für die Sicherheitsindustrie geben wird. Das wird dann mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten begründet werden. Für wie doof halten die uns eigentlich.

Wiederholung tötet das Bewußtsein. Wiederholung tötet das Bewußtsein. Wiederholung tötet das Bewußtsein. Wiederholung tötet das Bewußtsein. Wiederholung tötet das Bewußtsein. Wiederholung tötet das Bewußtsein.

Written by commulog

5. September 2007 at 10:28