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Das Vermögen derer zu Guttenberg

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Anlässlich der Huldigung des Karl Theodor zu Guttenberg in der ARD (1ter Teil, 2ter Teil, 3ter Teil) möchte ich nochmals eine Anmerkung machen, die ich hier schon im letzten Jahr veröffentlichte. Das 600 Millionen Euro Vermögen der Guttenbergs ist zum allergrößten Teil während und nach den Bauernkriegen zusammen geraubt worden. Siehe hier S. 71 Mitte: Wir Untertanen(Auszug)

Ein übrigens sehr lesenswertes Buch über „deutsche Verhältnisse“ im Wandel der Jahrhunderte. Dort können wir sehr gut sehen, dass Geschichte sich vielleicht nicht genauso wiederholt, von denjenigen die bestimmen jedoch immer wieder versucht wird, eine ähnliche Konstellation zu erzeugen. Wahrscheinlich, weil sie sich für diese einst bewährt hat. Dort lesen wir auch, dass die „Deutschen“ keineswegs ein so duldsames Volk sind, wie uns immer wieder weisgemacht wird. Allein in Deutschland wurden Aufstände mit besonders konsequenter und brutaler Gewalt seitens der Obrigkeit niedergeschlagen. Das prägt.

Eine weiter gehende Recherche wäre sicherlich aufschlußreich.

Written by commulog

23. November 2010 at 00:12

Veröffentlicht in CSU, Guttenberg

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Der Lügenbaron packt aus

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Der Karl-Theodor zu Guttenberg stammt aus einer Familie, die sich einen großen Teil ihres Vermögens in den Bauernkriegen erwarb. An der Seite von Georg Truchsess von Waldburg-Zeil (Bauernjörg) brannten sie, als Vergeltung gegen aufständische Bauern, ganze Dörfer nieder, schlachteten die Menschen ab und zogen deren Besitz ein. Dieses Vorgehen zog sich über viele Jahre hin, auch als die Aufstände längst niedergeschlagen waren. So lange eben, bis die Menschen durch Angst wieder auf Linie gebracht waren. (Quelle: Bernt Engelmann, Wir Untertanen, Steidl Verlag)

Heute gehört die Familie zu Guttenberg mit einem Vermögen von ca. 600 Millionen Euro zu den reichsten Familien in Deutschland.

Der glatte Freiherr macht seit er in die Berliner Regierung eingetreten ist, durch partielle Amnesien von sich Reden. Er macht sich dabei das „deutsche Erfolgsmodell“: „ich habe von nichts gewußt“ zunutze.
(Nachtrag vom 19.02.2011: Der Link zu dem Artikel in der Frankfurter Rundschau funktioniert nicht mehr. Der Beitrag „Nichts ist klar Herr Minister“ ist auch dort nicht mehr auffindbar!“
Offenbar ist man schon dabei, das Internet von möglichem Ballast für die neue Lichtgestalt zu säubern… Oder doch nur einer von den vielen Zufällen?)

Wenn jemand aber von seiner Arbeit nichts weiß, wieso darf er sie dann tun?

G. stellt immer wieder gerne die Familientradition des Widerstandes um Graf Stauffenberg heraus. Sein Urgroßonkel Karl Ludwig zu Guttenberg hatte enge Beziehungen zum Widerstand um Graf Stauffenberg und wurde 1945 von der Gestapo ermordet.

Doch die Beziehungen zwischen dem Naziregime und seiner Familie sind wesentlich enger. Auch hier leidet der Mensch an einer Amnesie. Sein Stiefopa war Joachim von Ribbentrop, Reichsaußenminister Adolf Hitlers und in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt. Guttenbergs Mutter, Gräfin Christiane von und zu Eltz, ist seit 1985 in zweiter Ehe mit Adolf von Ribbentrop verheiratet, einem Sohn des Joachim von Ribbentrop.

Eigentlich stünde es dem Freiherrn besser, sich mit diesen Beziehungen auch einmal auseinander zu setzen. Auf seiner persönlichen Webseite war bis vor wenigen Monaten noch ein Text zu lesen, der bei der Neugestaltung der Seite gelöscht wurde. Darin verherrlicht er „öffentliche Gelöbnisse“ zur Vereidigung von Soldaten vor dem Brandenburger Tor. Er hetzte in diesem Artikel auch gegen die dort demonstrierenden FriedensaktivistInnen und bezeichnet sie als schlechte Staatsbürger. So offen kann ein Verteidigungsminister natürlich seinen Hang zum preussisch militaristischen Gebaren nicht stehen lassen. Er möchte ja allen gefallen, ein Minister „fürs ganze Volk“ sein.

Leider sind alle hier dargestellten Zusammenhänge weitgehend aus dem Staatsorgan „Wikipedia“ gelöscht worden. Angeblich vergisst das Internet nichts, doch im Falle von Menschen in Machtpositionen scheint das Gedächtnis auch dort nicht so gut zu funktionieren. Finden wir uns also mit dem immer weiter um sich greifenden „Realitätsdesign“ ab und bilden unsere Urteile aufgrund des persönlichen Eindrucks.

Das „alternative Realitätsmanagement“ des Freiherrn könnte für ihn und die Kanzlerin zum Bumerang werden.

Written by commulog

15. Dezember 2009 at 12:04

Veröffentlicht in CSU, Guttenberg

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